Spieltheorie¶
Kursleitung
Dr. Bastian Westbrock
Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomische Theorie und Experimente
Die Spieltheorie beschäftigt sich mit der Analyse von interaktiven Mehrpersonen-Entscheidungssituationen. Beispiele sind der Wettbewerb zwischen Firmen auf Produktmärkten, Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der Wahlkampf zwischen Parteien oder Politikern, Auktionen, die Beiträge der WG-Mitglieder zur Reinigung einer gemeinsamen Wohnung und viele andere. Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten werden spieltheoretische Analysen nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften, sondern auch in der Politikwissenschaft und in anderen Sozial- und Verhaltenswissenschaften verwendet.
Die Vorlesung baut auf den spieltheoretischen Grundlagen in der Vorlesung Mikroökonomik II auf. Behandelt werden statische Spiele mit vollständiger und un- vollständiger Information bzgl. der Präferenzen der anderen Spieler sowie dynamische Spiele mit vollkommener und unvollkommener Information bzgl. der Aktionen, die die Spieler in der Vergangenheit gewählt haben. Neben der Vertiefung in nicht-kooperativer Spieltheorie führt die Vorlesung auch in die koope- rative Spieltheorie ein, die die Konsequenzen kollektiver Rationalität untersucht, während sich die nicht-kooperative Spieltheorie mit den Konsequenzen individueller Rationalität beschäftigt. Der Unterschied und der Zusammenhang zwischen beiden Ansätzen werden anhand von Verhandlungsproblemen illustriert.
Kursinhalt:
Nicht-kooperative Spieltheorie
1.1 Statische Spiele
1.1.1 Statische Spiele mit vollständiger Information
1.1.2 Statische Spiele mit unvollständiger Information
1.2 Dynamische Spiele
1.2.1 Dynamische Spiele mit vollkommener Information
1.2.2 Dynamische Spiele mit unvollkommener Information
Kooperative Spieltheorie
2.1 Verhandlungsspiele und die Nash-Lösung
2.2 Nicht-kooperative Verhandlung vs. Nash-Lösung
Literatur:
Gibbons, R. (1992) A Primer in Game Theory, FT Prentice Hall, Harlow, England.
Osborne, M. J. (2004) An Introduction to Game Theory, Oxford University Press, New York.
Osborne, M. J. and A. Rubinstein (1994) A Course in Game Theory, The MIT Press, Cambridge, Massachusetts.
Peters, H. (2nd. ed. 2015) Game Theory. A Multi-Leveled Approach, Springer- Verlag, Berlin .