Makroökonomik I¶
Kursleitung
Dr. Gunda-Alexandra Detmers
Vertretungsprofessorin
Kursinhalt:
I EINFÜHRUNG
1 Was ist Makroökonomik?
1.1 Gesamtwirtschaftliches vs. einzelwirtschaftliches Denken
1.1.1 Der Trugschluss der Verallgemeinerung
1.1.2 Sektorale Zusammenhänge
1.1.3 Geld-, Fiskal- und Handelspolitik
1.2 Anmerkungen zur Theoriebildung
1.2.1 Makroökonomische Theorieansätze
1.2.2 Die Verwendung makroökonomischer Modelle
1.2.3 Allgemeingültige Aussagen, Verhaltens- und Präferenzannahmen
1.2.4 Paradigmen und Denkschulen
1.2.5 Endogene und exogene Variablen, Partial- und Totalanalyse
1.2.6 Gleichheit, Gleichgewicht und komparativ-statische Analyse
1.3 Ziele und Gliederung
1.4 Anmerkungen zur Notation
1.4.1 Funktionale Zusammenhänge
1.4.2 Prozentrechnung, absolute und relative Veränderungen und Wachstumsraten
1.4.3 Nützliche Approximationen
2 Grundlagen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
2.1 Wichtige Konzepte der VGR
2.1.1 Nominale und reale Größen
2.1.2 Die Berechnung von Preisindizes und Inflationsrate
2.1.3 Der Unterschied zwischen Netto und Brutto: Abschreibungen
2.1.4 Bestands- und Stromgrößen
2.1.5 Inlands- und Inländerkonzept
2.2 Die Berechnungsweisen des Bruttoinlandsproduktes
2.2.1 Entstehungsrechnung
2.2.2 Verteilungsrechnung
2.2.3 Verwendungsrechnung
3 Grundlagen einer Geld- und Kreditwirtschaft
3.1 Geld und Kredit
3.2 Grundlagen der doppelten Buchführung
3.2.1 T-Konten und Bilanzen
3.2.2 Ein monetärer Kreislauf
3.3 Formen der Vermögensbildung
3.3.1 Nettovermögen, Geldvermögen und Sachvermögen
3.3.2 Gesamtwirtschaftliche Vermögensbildung
3.4 Makroökonomische Buchhaltung: Finanzierungsrechnung
3.4.1 Sektorale Betrachtungsweise
3.4.2 Historische Entwicklung
3.4.3 Finanzierungs- vs. Gewinn und Verlustrechnung
3.4.4 Internationale Zusammenhänge
II HISTORISCHE ENTWICKLUNG
4 Die Neoklassische Theorie
4.1 Der Weg von der Klassik zur Neoklassik
4.2 Die reale Sphäre der Neoklassik
4.2.1 Die Produktionsfunktion
4.2.2 Die Unternehmen - Herleitung der Arbeitsnachfrage
4.2.3 Die Haushalte - Herleitung des Arbeitsangebots
4.2.4 Der neoklassische Arbeitsmarkt
4.3 Der neoklassische Kreditmarkt
4.3.1 Das Saysche Theorem
4.3.2 Die „Loanable Funds“-Theorie
4.4 Die monetäre Sphäre
4.5 Wirtschaftspolitische Konzeption
5 Die Keynesianische Theorie
5.1 Kurzzusammenfassung
5.2 Die Kritik an der neoklassischen Theorie
5.2.1 Kritik am Arbeitsmarkt
5.2.2 Kritik am Kreditmarkt
5.3 Das Konzept der effektiven Nachfrage
5.3.1 Die Effektive Nachfrage und das Saysche Theorem
5.3.2 Auswirkungen von Lohnsenkungen auf die effektive Nachfrage
5.3.3 Arbeitsangebot, Lohnniveau und Preisentwicklung
5.3.4 Investitionen und der keynesianische Multiplikator
5.4 Liquiditätspräferenztheorie und Geldpolitik
5.4.1 Bären und Bullen am Wertpapiermarkt
5.4.2 Die gesamtwirtschaftliche Geldnachfrage und der Einfluss der Geldpolitik
5.5 Wirtschaftspolitische Konzeption
5.6 Einfluss auf die Wirtschaftspolitik
6 Moderne Entwicklungen
6.1 Einflüsse verschiedener Denkschulen
6.2 Die Entwicklung des orthodoxen Theoriegebäudes
6.2.1 Das IS-LM Modell und die neoklassische Synthese
6.2.2 Der Monetarismus
6.2.3 Moderne Makroökonomik
6.3 Der Postkeynesianismus
6.3.1 Ursprung
6.3.2 Grundsätze
III AGGREGIERTE NACHFRAGE
7 Aggregierte Nachfrage und Fiskalpolitik107
7.1 Ein Gütermarktmodell
7.1.1 Die aggregierte Nachfrage
7.1.2 Formale Lösung und Interpretation
7.1.3 Grafische Lösung: Das Keynesianische Kreuz
7.1.4 Steuersenkungen
7.1.5 Automatische Stabilisatoren und das Haavelmo-Theorem
7.1.6 Das Sparparadoxon
7.2 Auswirkungen expansiver und kontraktiver Fiskalpolitik
7.2.1 Exkurs: Absolute Kennzahlen und Verhältniszahlen
7.2.2 Konjunkturpakete und Austeritätspolitik in der Finanzkrise
8 Effektive Nachfrage und Verteilung
8.1 Grundlagen Kaleckianischer Multiplikatormodelle
8.2 Effektive Arbeitsnachfrage in einem Postkeynesianischen Modell
8.2.1 Preissetzung mittels Gewinnaufschlag
8.2.2 Gewinnaufschlag und Einkommensverteilung
8.2.3 Arbeitsnachfrage
8.2.4 Technologisch bedingte Arbeitslosigkeit
8.3 Historische Entwicklung von Lohn- und und Arbeitslosenquote
9 Investitionen, Geld- und Fiskalpolitik
9.1 „Investments equal Savings“: Die IS-Kurve
9.2 Der Einfluss von Geld- und Fiskalpolitik auf die Investitionen
9.2.1 Geldmengen- vs. Zinssteuerung
9.2.2 Geld- und Fiskalpolitik bei Zinssteuerung
9.2.3 Verschlechterung des Investitionsklimas
9.2.4 Die Investitionsfalle
IV GELDMÄRKTE UND -POLITIK
10 Zahlungsausgleich im Bankensektor
10.1 Einführung in ein modernes Geldsystem
10.1.1 Die zwei Geldkreisläufe
10.1.2 Die Hierarchie des Geldes
10.1.3 Geldmengenaggregate
10.1.4 Warum der Geldschöpfungsmultiplikator irreführend ist
10.1.5 Kredit, Einlagen, Reserven und Bargeld
10.2 Der Interbankenmarkt
10.2.1 Banken sind keine Intermediäre von Spareinlagen
10.2.2 Der Zahlungsausgleich zwischen Banken
10.2.3 Der Interbankenmarkt und das Clearing System einer Zentralbank
10.2.4 Der Reservebedarf des Bankensektors
11 Moderne Geldpolitik
11.1 Aufbau und Ziele einer Zentralbank
11.2 Geldpolitische Instrumente und praktische Umsetzung
11.2.1 Offenmarktgeschäfte
11.2.2 Ständige Fazilitäten
11.2.3 Tagesablauf im Interbankenmarkt
11.2.4 Das Entkopplungsprinzip und die Wirkungsweise von Mindestreserven
11.3 Der symmetrische Korridor: Beispiele
11.4 Der Zusammenhang von Geld- und Fiskalpolitik
11.4.1 Staatsanleihen und Geldpolitik
11.4.2 Staatsanleihen und -ausgaben
11.4.3 Direkte und indirekte Staatsfinanzierung
11.4.4 Steuern entziehen Liquidität
11.4.5 Staatsbankrott und Zentralbankpolitik
12 Die Finanz- und Euro-Krise
12.1 Das europäische Zentralbankensystem
12.2 Der Euro-Interbankenmarkt und TARGET2
12.3 Europäische Geldpolitik seit der Finanzkrise
12.3.1 Wertpapierkurse und Zentralbankgeschäfte
12.3.2 Offenmarktpolitik seit der Finanzkrise
12.3.3 Chronologie der Eurokrise
12.3.4 Entwicklung der TARGET2-Salden
12.3.5 Ausblick: Rückkehr der Fiskalpolitik?
V INFLATION
13 Inflation, Löhne und Produktivität
13.1 Geldmenge und Inflation
13.2 Löhne, Produktivität und Inflation
13.3 Lohnpolitik
13.3.1 Verteilungsneutraler Spielraum und goldene Regel der Lohnpolitik
13.3.2 Historische Entwicklung
13.3.3 Bedeutung von Tarifverträgen
14 Inflation und Arbeitslosigkeit
14.1 Arbeitslosigkeit und Nominallohnentwicklung
14.2 Theoretische Fundierung der Phillipskurve
14.2.1 Die Lohnsetzungskurve der Gewerkschaften
14.2.2 Herleitung der Phillipskurve
14.2.3 Erwartungsbildung und natürliche Arbeitslosenquote
14.2.4 Lohnindexierung und sich selbst erfüllende Erwartungen
14.2.5 Disinflation
14.2.6 Glaubwürdigkeit und Zentralbankunabhängigkeit
14.3 Geld- und Fiskalpolitik bei natürlicher Arbeitslosenquote
14.3.1 Die Phillipskurve in Abhängigkeit der Produktion
14.3.2 Das IS-PC Modell
14.3.3 Die Ölpreiskrisen im IS-PC Modell
14.3.4 Die Investitionsfalle im IS-PC Modell
15 Aktuelle Entwicklungen
15.1 Historische Entwicklung von Inflation und Arbeitslosigkeit
15.2 Einfluss von Fiskal- und Geldpolitik auf die Inflationsrate
15.3 Phillipskurven für verschiedene Zeiträume
15.4 Hysterese und natürliche Arbeitslosenquote
15.5 Nichtlineare Phillipskurven
VI AUSSENWIRTSCHAFT
16 Grundlagen
16.1 Internationale Buchhaltung: Die Zahlungsbilanz
16.1.1 Reine Finanztransaktionen
16.1.2 Leistungstransaktionen
16.1.3 Das Netto-Auslandsvermögen einer Volkswirtschaft
16.2 Wechselkurse
16.2.1 Die Terms-of-Trade
16.2.2 Das Gesetz des einheitlichen Preises und die Theorie der Kaufkraftparität
16.2.3 Nominale, reale und effektive Wechselkurse
16.2.4 Absolute und relative Kaufkraftparität
16.2.5 Der Einfluss von Finanzmarkttransaktionen
16.2.6 Die Ungedeckte Zinsparität
16.3 Warum Wechselkurse keinen Theorien folgen
17 Aggregierte Nachfrage in einer offenen Volkswirtschaft
17.1 Wechselkurse und gesamtwirtschaftliche Nachfrage
17.1.1 Der Außenbeitrag und die internationale Wettbewerbsfähigkeit
17.1.2 Der Einfluss realer effektiver Wechselkurse auf den Außenbeitrag
17.1.3 Mengen- und Preiseffekte: Die J-Kurve
17.1.4 Kurz- und langfristige Auswirkungen von Außenhandelsungleichgewichten
17.2 Der Gütermarkt in einer offenen Volkswirtschaft
17.2.1 Einheimisches Gleichgewicht und Außenbeitrag
17.2.2 Interne vs. externe Abwertung
18 Währungssysteme
18.1 Feste vs. Flexible Wechselkurse
18.2 Das Bretton-Woods-System
18.3 Auf dem Weg zum Euro: Das europäische Währungssystem (EWS)
18.4 Die europäische Währungsunion
Literatur:
Blanchard/Illing: Makroökonomie, Pearson Studium